Gemeinsam aktiv – Rückblicke & Impressionen


Ein kleiner Rückblick auf Veranstaltungen, Aktionen und gemeinsame Momente des Bündnisses gegen Rechts Wolfenbüttel.

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Letztes im Bündnis:

Stadtspaziergang macht NS-Geschichte in Wolfenbüttel greifbar

Rund 50 Teilnehmende erkunden mit Rudolf Fricke die Tatorte der NSDAP

Rund 50 Menschen nahmen an einem Stadtspaziergang zu den Tatorten der NSDAP in Wolfenbüttel teil. Stadtheimatpfleger Rudolf Fricke zeigte anhand konkreter Orte und persönlicher Schicksale, wie nationalsozialistische Verfolgung und Gewalt das Leben in der Stadt prägten.

Bereits am Vormittag hatte Fricke zwei Gruppen von Jugendlichen verschiedener Wolfenbütteler Schulen begleitet. Ihre Reaktionen hätten ihn beeindruckt, berichtete er. Ihm sei wichtig gewesen, nichts zu beschönigen: Auch in Wolfenbüttel sei die nationalsozialistische Gewaltherrschaft aus Hass, Ausgrenzung und Hetze entstanden.

Während des abendlichen Rundgangs erläuterte Fricke, wie Menschen entrechtet, verfolgt und ermordet, Widerstand gebrochen und politische Gegner ausgeschaltet wurden. Er nannte Namen und stellte Bezüge zu Straßen, Gebäuden und Geschäften her, die bis heute zum Stadtbild gehören. Damit wurden historische Zusammenhänge an vertrauten Alltagsorten unmittelbar nachvollziehbar.

Der Spaziergang bot zugleich Anlass, über die Verantwortung für die Demokratie heute nachzudenken. Einschüchterung, Hetze und die Rechtfertigung von Gewalt bleiben gesellschaftliche Herausforderungen. Hinzu kommen digitale Möglichkeiten, Desinformation zu verbreiten und Menschen gegeneinander aufzubringen. Der Rundgang unterstrich, wie wichtig es ist, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzutreten.

Das Wolfenbütteler Bündnis gegen Rechts dankte Rudolf Fricke für die eindringliche Vermittlung der Stadtgeschichte und die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für Demokratie zu setzen.

Weitere Veranstaltungen greifen diese Themen auf: Am 14. November 2026 wird für Kinder ab zehn Jahren eine Theateraufführung zu Fake News und Verschwörungstheorien angeboten. Informationen dazu sowie zu weiteren Angeboten veröffentlicht das Bündnis hier auf der Webseite und im Newsletter. Vertiefende Veröffentlichungen zum Stadtspaziergang sind an der Theaterkasse erhältlich.

Am 20. November 2026 lädt die Interessengemeinschaft aktiver Demokratinnen und Demokraten für Freiheit und Demokratie zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion mit Ruprecht Polenz ein. Der Titel lautet „Demokratie ist kein Zuschauersport“. Weitere Informationen gibt es bei der Interessengemeinschaft.

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